Der Calm-Effekt
Susanne Kaufmann über das Nervensystem als Problemzone
Was passiert, wenn Schönheit nicht mehr nur über Wirkstoffe definiert wird, sondern über das Nervensystem? Wenn Berührung, Architektur, Düfte und zwischenmenschliche Begegnungen ebenso wichtig werden wie hochwirksame Seren? Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich Susanne Kaufmann, und zwar schon lange bevor Begriffe wie Neurowellness oder Longevity zum weltweiten Trend wurden.
© Beauty.at Bereits vor über 20 Jahren begann die Unternehmerin, im Bregenzerwald Hautpflege nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil eines ganzheitlichen Systems. Heute spricht die Beauty-Branche von Neurokosmetik, Skin-Mind-Connection oder Neurowellness. Für Susanne Kaufmann ist all das nichts Neues.
"Stress ist für den ganzen Körper und natürlich auch für die Haut sehr negativ. Er löst Entzündungen aus. Deshalb sagen wir unseren Gästen seit vielen Jahren: Geht regelmäßig zur Behandlung – nicht nur wegen der Haut, sondern weil Berührung Stress abbaut."
© Susanne Kaufmann
Die Advanced Anti-Ageing Light Cream von Susanne Kaufmann vereint Alpenpflanzenextrakte mit modernster Peptid-Technologie. Sie reduziert sichtbar Mimikfalten, stärkt die Hautstruktur, verbessert die Zellkommunikation und schenkt dank Sofort-Lifting sowie langfristiger Festigung ein strafferes, jugendlicheres Hautbild.
Die Verbindung zwischen Haut und Nervensystem beschäftigt sie seit vielen Jahren. Bereits früh experimentierte ihr Team mit Wirkstoffen wie Hericium, dem Igelstachelbart-Pilz, der in der Forschung mit der Unterstützung des Nervensystems in Verbindung gebracht wird. Andere Linien wurden gezielt entwickelt, um den Schlaf zu unterstützen oder über Düfte positive Emotionen anzusprechen.
Schönheit beginnt im Kopf.
© Angela Lamprecht Für Susanne Kaufmann steht fest: Kein Wirkstoff kann dauerhaft gegen chronischen Stress arbeiten.
"Ich glaube, zuerst muss man den Stress regulieren. Er richtet mehr Schaden an, als ein Pflegeprodukt wieder gutmachen kann. Und natürlich ist die Kombination aus beidem ideal." Damit formuliert sie einen Gedanken, der heute zahlreiche wissenschaftliche Studien beschäftigt: Dauerstress erhöht den Cortisolspiegel, schwächt die Hautbarriere, fördert Entzündungen und beschleunigt Alterungsprozesse.
Die nächste Generation ihrer Pflegeprodukte soll genau hier ansetzen. Im Gespräch verrät sie erstmals, dass derzeit an einem neuen Treatment gearbeitet wird, das Hautpflege mit besserem Schlaf und tiefer Entspannung verbinden soll.
"Wir arbeiten an einem Produkt, das nicht einfach eine Nachtcreme ist, sondern ein echtes Treatment – eines, das die Haut regeneriert und gleichzeitig das Herunterfahren des Körpers unterstützt."
Unterstützung beim Slow Down ist auch genau das Konzept, welches im Hotel Post Bezau der Familie Kaufmann seit vielen Jahren erfolgreich umgesetzt wird.
© Angela Lamprecnt Das Hotel als Slow-Down Destination
Das traditionsreiche Haus, seit fünf Generationen in Familienbesitz, versteht sich als ganzheitlicher Rückzugsort, in dem Architektur, Ernährung, Bewegung, Schlaf und Spa-Anwendungen ineinandergreifen. Das aktuelle Konzept basiert auf vier Säulen: erholsamer Schlaf, bewusste Ernährung, gezielte Bewegung und regenerierende Anwendungen mit den Produkten von Susanne Kaufmann.
Stephanie Rist, die das Haus gemeinsam mit Susanne Kaufmann führt, beschreibt den entscheidenden Moment bereits beim Ankommen: "Schon ein warmes Tuch, ein Tee oder ein kleines Ritual verändern etwas im Kopf. Es sind oft diese kleinen Dinge, die den Menschen helfen loszulassen."
© Angela Lamprecht Dabei beginnt Entspannung für sie nicht erst im Spa. "Der Gast möchte zuerst ankommen. Nicht zehn Minuten Informationen hören. Er möchte ins Zimmer, durchatmen und erst danach alles Weitere entdecken." Diese Haltung zieht sich durch das gesamte Haus. Es geht nicht darum, Programme möglichst effizient abzuspulen, sondern den Menschen dort abzuholen, wo er gerade steht.
Architektur, die das Nervensystem beruhigt.
Bemerkenswert ist die Bedeutung, die beide Gesprächspartnerinnen der Architektur zuschreiben. Natürliche Materialien, warme Farben, klare Linien und bewusst eingesetzte Übergänge sind im Hotel keine Designentscheidung allein. Sie sollen das Nervensystem unmittelbar ansprechen. "Wenn du Stress reduzieren möchtest, musst du dich wohlfühlen. Materialien, Licht und Düfte sprechen das Nervensystem oft stärker an als Worte.", erklärt Stephanie Rist.
© Angela Lamprecht Dieser Gedanke prägt auch die aktuelle Weiterentwicklung des Hauses. Mit neuen Retreats, einer noch stärkeren Individualisierung der Programme und einer vertieften Spa-Kompetenz positioniert sich das Hotel Post in Bezau als eine der spannendsten Wellbeing-Destinationen im deutschsprachigen Raum.
Luxus bedeutet zur Ruhe kommen
Im Gespräch fällt immer wieder ein Satz, der den Wandel unserer Zeit beschreibt. Galt früher die permanente Erreichbarkeit als Zeichen von Erfolg, so hat sich dieses Bild verändert. "Ich glaube, mittlerweile weiß man, dass man leistungsfähiger ist, wenn es einem gut geht, wenn man gut schläft, sich gesund ernährt und auf sich achtet. Das wird künftig das neue Erfolgsmodell sein," zeigt sich Stephanie Rist überzeugt. Für sie ist dieser Wandel täglich im Hotel sichtbar. Die Gäste kommen nicht mehr ausschließlich wegen eines Wellnesswochenendes. Sie suchen einen Ort, an dem sie abschalten können, fernab von Reizüberflutung, Dauerstress und digitaler Erreichbarkeit.
Viele schätzen dieses Ambiente, werden zu Wiederholungstätern und kommen immer wieder. Mehr als die Hälfte der Gäste kehrt regelmäßig zurück, freut sich Stephanie Rist. "Sie sagen: Ich fühle mich hier wie zu Hause. Ich gehe mit neuer Energie zurück in meinen Alltag."
© Angela Lamprecht Menschlichkeit bleibt unersetzlich
Auch beim Thema künstliche Intelligenz vertritt Susanne Kaufmann eine klare Haltung. Digitale Werkzeuge dürfen Prozesse vereinfachen, Dokumentation erleichtern oder Abläufe optimieren. Den Menschen ersetzen sollen sie jedoch nicht. "KI soll uns Zeit sparen - damit wir mehr Zeit für den Gast haben. Genau dafür möchten wir sie einsetzen.", sagt Susanne Kaufmann. Gerade in einer Zeit, in der Technologie immer mehr Aufgaben übernimmt, wird echte Aufmerksamkeit zum eigentlichen Luxus.
Strahlende Haut beginnt lange vor der Creme
Ein ausgeglichenes Hautbild beginnt in dem Moment, in dem das Nervensystem zur Ruhe kommt. Chronischer Stress zählt heute zu den größten Beschleunigern der Hautalterung: Er schwächt die Hautbarriere, fördert Entzündungen und raubt dem Gesicht seine Ausstrahlung. Die Antwort darauf heißt nicht nur bessere Wirkstoffe, sondern Slow Down. Im Hotel Post Bezau wird dieser Gedanke zum ganzheitlichen Konzept. Architektur, natürliche Materialien, Düfte, Berührungen, Rituale, Schlaf, Ernährung und persönliche Begegnungen wirken wie eine sanfte Therapie für Körper und Geist.
Beauty wird hier nicht als oberflächliche Kosmetik verstanden, sondern als Beruhigung des Nervensystems. Erst wenn der Mensch innerlich ankommt, kann auch die Haut regenerieren. Das Hotel wird damit zum therapeutischen Rückzugsort und ein strahlendes Hautbild zu einem sichtbaren Ausdruck von innerer Balance.
© Beauty.at Susanne Kaufmann (links) und die Geschäftsführerin des Hotels Post Bezau, Stephanie Rist (rechts) im Gespräch mit BEAUTY.at Herausgeberin Helga Fiala (Mitte)
Susanne Kaufmann und Stephanie Rist zeigen eindrucksvoll, wie aktuelle Trends wie Neurowellness oder Longevity in der Kosmetikmarke und im Hotel Post Bezau seit Jahrzehnten gelebt werden. Nicht als Marketingstrategie, sondern als Haltung. Und hier liegt auch das Erfolgsgeheimnis der Marke Susanne Kaufmann: Sie erinnert daran, dass gesunde Haut dort beginnt, wo Menschen wieder lernen, zur Ruhe zu kommen.
