Beauty Mad(e) In USA

Knackig-frische Beauty-News aus dem Fernen Westen

Berit Freutel, Lifestyle-Journalistin

Sparkling. Colorful. Und am liebsten „larger than life“. Die Amerikaner ticken einfach anders. Berit Freutel, Lifestyle-Journalistin, berichtet über Beauty & Wunder in L.A.

Tweeeeze me

Tweezing. Allein der Name klingt schon nach Schmerzen. Zumindest im Zusammenhang mit in Form zu bringenden, ungezähmten Augenbrauen. „The Art of Threading“ hört sich da schon wesentlich schöngeistiger und vor allem humaner an. Zudem steht der junge Mann, der mich mit seinen leuchtenden, perfekt gerahmten Augen und den dünnen Schnüren in den filigranen Händen zu eben diesem Beauty-Treatment verführen will, mitten im Fred Segal „New Beauty“-Department in Santa Monica – ein Garant für the latest, hottest und very best Trends in Sachen Makeup & Co.

Glenn ist „Threading Expert“, arbeitet mit feinsten Baumwollfäden statt mit einer gemeinen Pinzette und für

Ziba Beauty

. Die Jungs shapen immerhin über 1 Million Braunen pro Jahr!!!.

Glenn und die Art of Threading

Die Firma rühmt sich damit. die aus dem fernen Osten stammende, street-art-form des Threading, bei der mit hauchdünnen Schnüren einzelne Härchen durch eine raffinierte Dreh-Technik eliminiert und die Augenbrauen modelliert werden, zu einem more sophisticated Unterfangen gemacht zu haben. Und dazu gehört vor allem auch eine genaue Analyse der Gesichtszüge und eine darauf abgestimmte individuelle Brauen-Beratung Schrägstrich Gestaltung.

Wie immer siegt die Neugier. Ich erliege dem Charme des hübschen Mannes und begebe mich heilsgewiss in seine Hände. Mehr braucht Glenn auch nicht: Die Hände und sein Zwirn sind das Geheimnis seiner Zauberei. Mit Hilfe der Fäden und mit flinken, geschickten Bewegungen scannt er mein Gesicht; hält die Schnur am Nasenflügel an und verlängert zuerst bis zum inneren Augenwinkel, dann bis zum äußeren. Links und rechts. „All good“, sagt Glenn. „I want the look to be serious, yet sexy.“ Soll sein. „You will look amazing. Trust me!“, sagt der Maestro. Gerne. Ich schließe die Augen und überlasse mich der Kunst.

Wie ein Wirbelwind rasen gefühlte 200 Fäden zwischen meiner Stirn und den Oberlidern hin und her. Auch der Nasenrücken kommt dran. Nach ein paar Minuten höre ich auf, dem Faden hinterher zu spüren; ein bisschen ziept es dann doch. Alles aushaltbar.

Glenn und die Art of Threading

Was man denn so alles in Shape bringen kann, will ich wissen. „Whatever you want“, sagt Glenn. Will heißen: Brauen, Stirn, Oberlippe und auf Wunsch wird sogar das gesamte Antlitz mit der Threading Technik von unerwünschtem Wildwuchs befreit. Glenn arbeitet auf Hochtouren und erklärt mir nebenbei den Vorteil der Technik: Es geht schneller und hinterlässt eine klare Linie. Das Haar wird direkt an der Wurzel gekappt; dadurch hält auch das Resultat länger.

Nach 10 Minuten bin ich ge-threaded und ready. Stolz reicht Glenn mir den Spiegel. Wow. Eine glasklare ausdrucksvolle Linie, wie versprochen. Meine Augen strahlen mit denen des Meisters, der mich durch das spiegelnde Glas betrachtet, um die Wette. „Good Job!“ Meine neuen Brauen kosten 12 Dollar. Das geht eigentlich. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass man dazu gratis massenhaft Komplimente von Mr. Super-Threading bekommt. „I love it!“, lobt Glenn sein Werk und mein Gesicht. Er gibt mir seine Karte zum Abschied. „Ziba means beautiful“ steht unter seinem Namen und Titel. Sehr süß.