Grotta Giusti
Wo man in die Unterwelt der Toskana eintauchen kann
Über der Erde eine toskanische Villa in einem prächtigen Park, darunter eine dampfende Höhlenwelt: Grotta Giusti verbindet die Eleganz historischer Kurkultur mit dem sehr gegenwärtigen Wunsch, für ein paar Tage aus dem eigenen Tempo auszusteigen. Eine Geschichte über warmen Fango, schwebende Momente und ein Hideaway, in dem auch Hunde willkommen sind.
© Grotta Giusti Thermal Spa Resort
Die Toskana hat viele Möglichkeiten, Menschen für sich einzunehmen. Mit Kunstschätzen, mit schlanken Zypressen oder mit köstlichen Gerichten. In Monsummano Terme kommt in der Grotta Giusti eine weitere hinzu: Man kann in ihre Unterwelt eintauchen.
Unter dem Grotta Giusti Thermal Spa Resort
öffnet sich eine faszinierende Welt aus Fels, warmem Wasser und Dampf. Stalaktiten und Stalagmiten säumen den schmalen Pfad, die Vorstellung von Zeit bekommt hier eine andere Dimension. Hier hat die Natur über Jahrtausende an einem Raum gearbeitet, in dem einfach nur ankommt.
Ein Zufall, der Geschichte schrieb
1849 entdeckten Arbeiter in einem Steinbruch auf einem Hügel bei Monsummano einen Zugang zur
Höhle. Beim Hinabsteigen fanden sie Gänge, unterirdische Kammern und einen warmen See, dessen
Dampf die Räume erfüllte. Die Entdeckung weckte bald medizinisches Interesse; die Familie Giusti
begann, den Ort für Thermalbehandlungen zu erschließen. Aus dem geologischen Fund wurde ein Reiseziel. Giuseppe Garibaldi unterzog sich hier 1867 einer Thermalkur und bedankte sich herzlich bei den Eigentümern. 1880 entstand das Albergo Reale, zu dessen Gästen auch Giuseppe Verdi zählte. Ihm verdankt das Haus die Bezeichnung der Grotte als „achtes Weltwunder“.
© Grotta Giusti Thermal Spa Resort
Die prachtvolle Hotelanlage geht auf die Landsitzvilla der Familie des Dichters Giuseppe Giusti zurück. Das erklärt wohl den besonderen Charakter: Architektur, Literatur und Kurgeschichte fügen sich hier harmonisch zu einem Ganzen.
Ein Hideaway mit Wurzeln
Eingebettet in den rund 40 Hektar großen Park, besitzt Grotta Giusti jene Großzügigkeit, die sich kaum in Kategorien ausdrücken lässt. Alte Bäume, Wiesen und mediterrane Vegetation schaffen wohltuende Distanz vom Alltag. Ein Kräutergarten ergänzt das Grün um eine duftende, botanische Dimension. Hier kann die Zeit zwischen Buch, Spaziergang und einem weiteren Blick in die Baumkronen entspannt verstreichen.
© Grotta Giusti Thermal Spa Resort
Im Hotel wird die Umgebung auf stilvolle Weise in Räume übersetzt. Blattgrün, helle Kalksteintöne, Naturmotive, Stoffe und ausgewählte Materialien greifen die Assoziation zu Park und Grotte auf. Der Charme einer vergangenen Epoche bleibt spürbar, ohne auf zeitgemäßen Komfort zu verzichten. So entsteht ein Rückzugsort, dessen Eleganz vom Zusammenspiel von Haus und Landschaft lebt.
Unterwegs durch Paradies und Inferno
Die Grotte erstreckt sich über mehr als 200 Meter unter dem Resort. Ihre Bereiche tragen Namen aus Dantes Vorstellungswelt: Paradiso, Purgatorio und Inferno. Die Lufttemperaturen liegen hier zwischen 28 und 34 Grad Celsius; der unterirdische See im „Limbo“ hat rund 36 Grad.
Beim klassischen Dampfbad hält man sich in der warmen, feuchten Höhlenluft auf. Das Wasser bleibt
dabei zunächst Kulisse. Die Felsgewölbe und der natürliche Dampf verleihen dieser Anwendung eine fast mystische Atmosphäre. Wer in den See eintauchen oder sich einfach nur darin treiben lassen möchte, kann dies mit einem qualifiziertem Taucherteam erleben. Ein Perspektivwechsel, bei dem Loslassen eine ganz körperliche Bedeutung bekommt.
© Grotta Giusti Thermal Spa Resort Fango: die wohltuende Schwere warmer Erde
Fango klingt nach klassischer Kur. Gerade darin liegt sein Reiz: eine Anwendung, deren Wirkung sich
über Wärme und Zeit entfaltet. In Grotta Giusti reift Ton mindestens sechs Monate mit Thermalwasser. Der therapeutische Fango wird mit etwa 47 Grad aufgetragen. Die Masse speichert Wärme und gibt sie
langsam ab; die intensive Erwärmung entspannt die Muskulatur. Wärme, Ruhephasen, Berührung, Massagen und Hautpflege bilden das Fundament der Signature Treatments von Grotta Giusti.
Das 70-minütige Signature-Treatment, das eine 50-minütige Fangoanwendung mit 20 Minuten angeleiteter Atmung in der Thermalhöhle verbindet, bietet einen wunderbaren Einstieg in die Besonderheiten des Hauses, da hier die prägenden Elemente zusammenfinden.
© Grotta Giusti Thermal Spa Resort Was die Erde schenkt und die Poesie inspiriert
Im Grotta Giusti lässt sich die Toskana auch bei Tisch entdecken. Regionale Zutaten und duftende Kräuter aus dem hauseigenen Garten prägen die saisonale Küche des Restaurants Il Poeta, das dem Dichter Giuseppe Giusti gewidmet ist. In der Loungebar L’Affresco setzt sich die kulinarische Handschrift des Hauses im Glas fort. Unter einer freskengeschmückten Decke und mit Blick ins Grün des Parks genießt man Cocktails, die der Barkeeper gemeinsam mit dem Kräuterexperten des Hauses entwickelt.
Auch der Hund darf ausspannen
Zum Hideaway gehört für viele erst dann vollständige Entspannung, wenn der Hund mitreisen kann. Grotta Giusti heißt Vierbeiner nach vorheriger Anmeldung herzlich willkommen. Die Ausstattung mit Napf, Matte und Decke wartet bereits im Zimmer, auch ins Restaurant dürfen die Vierbeiner mitkommen.
What to do: Ideen für entspannte Tage im Grotta Giusti Thermal Spa Resort
Den Park zum ersten Termin machen.
Vor der ersten Behandlung spazieren gehen, einen
Leseplatz finden, den Kräutergarten entdecken.
Ein Grottenerlebnis bewusst auswählen
. Dampfbad, Floating und Pil-oga sind unterschiedliche
Angebote. Besser eines in Ruhe erleben und anschließend Zeit freihalten.
Toskana schmecken
. Nach saisonalen Verkostungen, einem Picknick im Park oder einer
Mixology-Erfahrung fragen; Angebote sind termin- und wetterabhängig.
Bewegung ins Grün verlegen.
Fitnesspfad, Yoga oder Pilates im Park bieten einen Ausgleich zu
warmem Wasser und Liegezeiten.
Einen Kulturtag einplanen.
Die Lage zwischen Florenz, Pisa und Lucca macht das Hotel zu einer perfekten Basis für Ausflüge. Für einen kurzen Aufenthalt lohnt es sich, eine Stadt auszuwählen und
auch Zeit im Hotel zu lassen.
