Vom Stoff zur Essenz

Max Mara übersetzt die Codes des legendären 101801 in olfaktorische Eleganz

Max Mara Le Parfum übersetzt die Codes des legendären 101801 in eine neue, olfaktorische Form von Eleganz.© Max Mara

Wie übersetzt man den berühmtesten Camel Coat der Modegeschichte in einen Duft? Max Mara LE PARFUM  schuf aus Tuberose, Hölzern und Vanille ein imaginäres Gewebe für einen unsichtbaren Mantel.

Autor:  Helga Fiala                                   Lesedauer:  3 Minuten

Kaschmir ist eigentlich geruchlos. Und trotzdem haben wir eine klare Vorstellung seines Duftes: warm, weich, ein wenig sinnlich und vor allem nach jener besonderen Form von Luxus, die nichts beweisen muss. Mit diesem scheinbaren Widerspruch beginnt die Geschichte von Max Mara LE PARFUM . Für diesen Duft hat das Fashion House nicht einfach ein Parfum zu seinen Kollektionen kreiert. Das Haus stellte sich eine viel interessantere Frage: Lässt sich das Gefühl und der Tragekomfort eines Max Mara Mantels auf einen Duft übertragen?

Alles beginnt mit einer Nummer

Kaum ein Name könnte nüchterner klingen und kaum ein Mantel wurde ikonischer. 1981 entwarf die französische Designerin Anne-Marie Beretta für Max Mara jenen camel-farbenen Mantel 101801, der bis heute nahezu unverändert produziert wird. Oversized geschnitten, mit großzügigen Ärmeln, klassischem Revers und doppelreihigem Verschluss, verbindet er die Präzision traditioneller Herren-Schneiderei mit femininer Selbstverständlichkeit und wurde damit zum weltweit bekanntesten Mantel.

Florence Pugh und der 101801 - der ikonische Mantel von Max Mara© Max Mara

Das Entscheidende war nie eine Saison oder ein Trend. Es war eine Haltung. Ein 101801 funktioniert zum Hosenanzug ebenso wie zum Kleid oder zu Jeans und T-Shirt. Man erkennt Qualität, ohne dass sie erklärt werden muss. Der Mantel gibt seiner Trägerin Präsenz, ohne ihr die Show zu stehlen. Er macht nicht die Frau. Er lässt die Frau wirken. Und genau diese Idee steckt nun im Flakon. 

Wie webt man einen Mantel aus Duft?

Die Parfümeure Fabrice Pellegrin und Marie Salamagne standen vor einer ungewöhnlichen Aufgabe. Sie sollten nicht den Geruch eines Mantels imitieren, sondern seine Wirkung. Pellegrin beschreibt es weniger als bloßes Komponieren von Duftnoten denn als Vermitteln eines Gefühls. Max Mara nennt LE PARFUM einen „unsichtbaren Mantel“, der die Haut umhüllt und gleichzeitig Stärke, Sinnlichkeit und emotionale Tiefe vermitteln soll.

Die Komposition lässt sich deshalb beinahe wie ein Stück Stoff lesen. Zedernholz und australisches Sandelholz bilden das Grundgewebe. Sie schenken Struktur, Ruhe und diese cremige Wärme, auf der der Duft aufbaut. Darüber legen die Parfümeure zwei natürliche Tuberose-Nuancen aus Grasse und Guatemala. Die sonst durchaus opulente weiße Blüte zeigt hier vor allem ihre cremige Seite und erzeugt jene samtige Fülle, die man beinahe fühlen kann. Vanille liefert Wärme, Benzoe balsamische Tiefe. Natürliche italienische Primofiore-Zitronenessenz setzt einen hellen Akzent. Die Formel ist vegan zertifiziert und besteht zu 90% aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs.

Ein Duft, ein Fashion Piece, ein Must-Have© Max Mara

Man könnte die Konstruktion auch so lesen:

Die Hölzer sind der Schnitt. Die Tuberose sorgt für die Weichheit. Vanille und Benzoe geben Wärme. Die Zitrone ist das Licht, das den Camel-Ton leuchten lässt. Aus einzelnen Duftstoffen entsteht ein imaginäres Gewebe. LE PARFUM soll sich wie Kaschmir anfühlen und ist Quiet Luxury für die Nase. Der Duft vermittelt - ebenso wie der Mantel - Präsenz. Die holzig-cremige Basis wirkt warm und souverän, während die Tuberose genügend Sinnlichkeit einwebt, um Geborgenheit zu vermitteln.

Wann trägt sie LE PARFUM?

Der Duft zeigt Eleganz, Haltung, Qualität und Präsenz. Und zwar bei jeder Gelegenheit. Er funktioniert im Büro, beim Lunch, auf Reisen, zum Dinner und in der Oper gleichermaßen – und ganz besonders an jenen Tagen, an denen eine zusätzliche Portion Souveränität gebraucht wird. Aufsprühen kann dann dasselbe Ritual sein wie das Anziehen eines guten Mantels.

Sogar der Flakon trägt Mantel

Die Metapher endet nicht beim Duft. Der gläserne Flakon besitzt die architektonische Silhouette des Mantels und wird in der Taille von einem camel-farbenen Gürtel umfasst. Nähte, Goldakzente und sogar der Knopf der Sprühkappe zitieren Details der Max-Mara-Schneiderkunst.

LE PARFUM ist vegan zertifiziert, besteht zu 90% aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs und ist in nachfüllbaren Flakons erhältlich.© Max Mara

Für die Kampagne fotografierte Mario Sorrenti Florence Pugh in einen Camel Coat gehüllt. Kein visuelles Feuerwerk, keine übertriebene Inszenierung: ruhige Haltung, weiches Licht, Präsenz. Der Mantel sitzt wie angegossen, ein Teil ihrer Persönlichkeit – genau wie der Duft. Damit schließt sich der Kreis zwischen 1981 und 2026.

Max Mara LE PARFUM ist vegan zertifiziert, besteht zu 90% aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs und ist in nachfüllbaren Flakons erhältlich.

BEAUTY.at FAZIT

Max Mara LE PARFUM ist nicht der Duft eines Kaschmirmantels. Es vermittelt das Gefühl darunter. Warm. Geschützt. Sinnlich. Souverän. Mit dem Manteil ist man gut angezogen, Le Parfum schenkt das Gefühl dazu. 

Max Mara