Kristen Bell x L´Oréal Paris

Weil sie es sich wert ist

Krsiten Bell ist die neue Botschafterin für L'Oreal Paris© L'Oreal Paris

Sie ist witzig, erfolgreich und glamourös, aber Kristen Bell spricht genauso selbstverständlich über Selbstzweifel, Stress und die Tage, an denen eben nicht alles perfekt läuft. Jetzt wird die Schauspielerin und Produzentin mit 46 Jahren neue globale Botschafterin von L’Oréal Paris. Eine Wahl, die gut zum berühmtesten Satz der Beauty-Welt passt: „Because You’re Worth It.“ Denn Bell verkörpert eine moderne Form von Schönheit, bei der es weniger darum geht, perfekt auszusehen, als sich selbst ernst zu nehmen.

Was ist eine Frau wert?
Es ist ein Satz, den wahrscheinlich fast jede Frau kennt: „Weil ich es mir wert bin.“ Als L’Oréal Paris ihn Anfang der 1970er-Jahre erstmals verwendete, war die Botschaft geradezu revolutionär. Nicht ein Mann sollte eine Frau schön finden. Sie selbst entschied, dass sie es sich wert war.

Kristen Bell für L'Oreal Paris© L'Oreal Paris

Mehr als fünf Jahrzehnte später bekommt dieser Gedanke mit Kristen Bell eine interessante neue Stimme. Die Schauspielerin interpretiert den Claim nämlich nicht als Kompliment der Kosmetikindustrie, sondern dreht die Perspektive um: „‚Du bist es wert - das ist nicht etwas, das L’Oréal Paris den Frauen gegeben hat, dieser Wert hat immer uns gehört.“  Die Marke hat Frauen vielmehr die Möglichkeit gegeben, es laut auszusprechen. Hier liegt auch der Schlüssel zu dieser Zusammenarbeit.

Eine Frau, die Perfektion ziemlich uninteressant findet
Kristen Bell passt nicht in das klassische Schema einer unnahbaren Beauty-Botschafterin. Sie  kann Hollywood-Glamour. Aber ihr eigentliches Kapital ist etwas anderes: Nahbarkeit.

Millionen kennen sie als Veronica Mars, aus The Good Place, als Stimme von Anna in Frozen und aktuell aus der Netflix-Serie Nobody Wants This. Sie ist Schauspielerin, Sängerin, Produzentin, Unternehmerin, Ehefrau von Dax Shepard und Mutter zweier Töchter.

Doch Bell hat über Jahre bewusst Risse in das perfekte Celebrity-Bild gelassen. Sie spricht öffentlich über Ängste und Depressionen, über Therapie und Selbstzweifel. Bereits 2016 erklärte sie, dass hinter ihrer ausgesprochen fröhlichen öffentlichen Persönlichkeit durchaus Arbeit stecke: „Ich zeige diese fröhliche lebendige Persion, aber es steckt auch sehr viel Arbeit dahinter.“

Sie habe irgendwann gemerkt, verriet sie dem SELF Magazin, wie unauthentisch es sich anfühlte, ausschließlich die fröhliche, erfolgreiche Kristen Bell zu präsentieren. Offen über ihre schwierigen Phasen zu sprechen, bezeichnete sie rückblickend als Wendepunkt.

Auch Bells Verhältnis zu Beauty ist pragmatisch. In einem früheren Beauty-Interview sprach sie über empfindliche Haut, Rötungen und gelegentliche Unreinheiten – und darüber, wie eng Haut und psychisches Wohlbefinden für sie zusammenhängen. Stress könne bei ihr Ekzeme und Breakouts triggern. Deshalb zählt sie Schlaf, ausreichend Flüssigkeit und Meditation ebenso zu ihrer persönlichen Beauty-Routine wie Seren und Cremes.

Mit zunehmendem Alter hat sich außerdem ihre Perspektive verändert. Früher sei sie wesentlich stärker damit beschäftigt gewesen, wie sie nach außen aussehe. In ihren Dreißigern und Vierzigern sei Gesundheit wichtiger geworden: Entscheidend sei inzwischen, wie sie sich fühlt und dass sich ihre Haut gesund anfühlt.

Das trifft einen der wichtigsten Paradigmenwechsel der gegenwärtigen Beauty-Kultur: Kosmetik kann ein Teil von Selfcare, Gesundheit, Ausdruck und persönlichem Wohlbefinden sein. Bell verrät auch, dass ihre abendliche Beauty-Routine weniger als drei Minuten dauert. Der Grund ist sehr Kristen Bell: Ihre Priorität ist momentan ihre Familie. Abends Zähne putzen, Creme auftragen, schlafen. Vielleicht, scherzt sie, werde sie irgendwann eine 25-Step-Routine genießen, wenn ihre Kinder aus dem Haus sind.

Bell will Produkte, die in ein Leben passen, statt ein Leben, das sich um Produkte dreht. Bei ihrem schnellen Alltag müsse ihre Hautpflege effizient arbeiten, insbesondere während der nächtlichen Regeneration. Passenderweise wird ihre erste Produktkampagne für L’Oréal Paris der Age Perfect Cell Renewal Midnight Cream gewidmet sein. 

Noch deutlicher wird Bells Beauty-Verständnis im Umgang mit ihren beiden Töchtern Lincoln und Delta.
Wenn sie mit ihnen über Make-up spricht, dann über Kreativität, nicht über das Verbergen vermeintlicher Makel. Entscheidend ist: Wie fühlt es sich an? Macht es Spaß? Damit wird Kosmetik vom Instrument der Korrektur zum Instrument der Selbstbestimmung. Sie erinnert sich daran, als Kind heimlich am Schminktisch ihrer Mutter deren Lippenstift ausprobiert zu haben. Es sei gar nicht wirklich um den Lippenstift gegangen, sondern darum, für einen Augenblick auszuprobieren, wer sie einmal sein könnte.

Zu ihrem Wohlbefinden gehören unspektakuläre Rituale. Gemeinsames Abendessen. Zeit mit den Kindern. Früh schlafen. Und eine kleine Sauna zu Hause, in die sie sich abends mit Dax Shepard für rund 20 Minuten zurückzieht. Es ist ihre Zeit, um miteinander zu reden und den Tag hinter sich zu lassen.

Kristen Bell benennt den Grund für die Zusammenarbeit mit L’Oréal Paris: „This partnership is rooted in our shared values.“ Für sie gehe es nicht nur um Beauty, sondern ebenso um Selbstvertrauen, hochwertige Produkte zu leistbaren Preisen und darum, Frauen ihre eigene Definition von Schönheit zu überlassen.
L'Oreal Paris