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Stark bleiben, ohne immer stark sein zu müssen
Was bedeutet Stärke, wenn Beruf, Familie, Haushalt und Fürsorge gleichzeitig Aufmerksamkeit verlangen? In ihrem Buch „Die Kunst, stark zu bleiben, wenn alles zu viel ist“ beschreibt Nike Schröder, wie Frauen im täglichen Funktionieren den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen verlieren können.
© Forward Verlag Die Unternehmerin und ehemalige TV-Produzentin kennt extreme Belastung aus eigener Erfahrung. Sie erzählt von beruflichem Erfolgsdruck, einem körperlichen Zusammenbruch und der schweren Erkrankung ihres Partners, während sie weiterhin Familie, Klinikalltag und Arbeit organisierte. Daraus entwickelt sie ein neues Verständnis von Stärke: nicht noch mehr auszuhalten, sondern Warnsignale wahrzunehmen, Grenzen zu setzen, Hilfe anzunehmen und die eigene Energie bewusster einzusetzen.
Das Buch richtet sich keineswegs nur an Managerinnen. Auch Mütter, Hausfrauen, Teilzeitbeschäftigte und Frauen, die Angehörige pflegen, können darin wichtige Denkanstöße finden. Allerdings ersetzt die Veränderung der inneren Haltung keine reale Entlastung: Wer objektiv zu viele Aufgaben trägt, braucht zusätzlich eine gerechtere Verteilung von Sorgearbeit und konkrete Unterstützung. Es bleibt ein wichtiger Gedanke: Selbstfürsorge beginnt mit dem Recht, im eigenen Leben nicht nur für andere da zu sein.
