Swiss Bliss

Wenn Hautpflege Leben berührt

La Colline macht Hautpflege für eine größere Sache© La Colline Skin Engineering Lab


La Colline ist eine dieser Marken, bei denen man sofort an Schweizer Präzision denkt. An klare Luft. An Reinheit. An Texturen, die sich wie Seide auf die Haut legen. Und dann sitzt man mit dem CEO in einem Raum, hört zu – und versteht, dass es hier um viel mehr geht.

„Wir machen Pflege für etwas Größeres.“ CEO Ghislain Pfersdorff spricht mit einer Mischung aus Unternehmerklarheit und künstlerischer Sensibilität. „Wir kreieren unsere Produkte wie andere in der Kosmetikindustrie auch“, sagt er. „Aber das Ziel ist nicht nur Profit.“ 

Ghislain Pfersdorff, CEO von La Colline© La Colline


Seit 2014 finanziert und unterstützt die Marke über ihr La Colline Skin Engineering Lab an der Universität Zürich Forschungsarbeit, die darauf abzielt, Hauttransplantationen schneller und qualitativ besser zu machen – für Menschen, die durch schwere Verbrennungen, Verletzungen oder Erkrankungen Haut verloren haben. Das Entscheidende daran ist der Perspektivwechsel, den La Colline selbst vorlebt: Nicht der Zweck heiligt die Mittel, sondern die Mittel dienen dem Zweck. Skincare ist hier nicht der moralische Deckmantel. Skincare ist das Werkzeug, das Ressourcen schafft. Genau darauf weist Ghislain Pfersdorff immer wieder hin: Der Erfolg der Pflege ermögliche erst, ein fundamentales Forschungsprogramm langfristig zu tragen. Die Mittel für die Forschung sind ein fixer Bestandteil des Budgets und werden nicht durch einen Umsatzanteil eigens kreierter Produkte vom Konsumenten finanziert.  

Es begann mit einem gemieteten Labor, einem Doktor, viel Idealismus – und Risiko. „Mehr als finanzielle Unterstützung bringen wir Ressourcen ein: Leute. Zeit. Und das Risiko, es überhaupt zu versuchen.“ Ohne die Marke gäbe es das Projekt nicht. Das ist keine Marketinggeschichte. Es ist eine Struktur.

Mittel werden für die Forschung um autologe Hautransplantation bereitgestellt© La Colline Skin Engineering Lab


Die Neugier im Raum ist greifbar. „Sprechen wir von Haut, die im Labor gezüchtet wird,“ frage ich Ghislain Pfersdorff. Die Antwort kommt ruhig, sachlich. Und doch mit einer Tiefe, die berührt: Dem Patienten wird ein kleines Stück eigene Haut entnommen – etwa einen Quadratzentimeter. Und innerhalb von rund 40 Tagen kann daraus im Labor eine deutlich größere Fläche wachsen. Es geht um autologe Hauttransplantation. Um regenerative Medizin. Um Menschen, die nach Verbrennungen, schweren Verletzungen oder bestimmten Erkrankungen neue Haut brauchen. Plötzlich bekommt „Skincare“ eine andere Dimension.

Ein Moment aus dem Gespräch bleibt besonders hängen. Ghislain Pfersdorff schildert die Situation im Labor, eine Diskussion über Nährlösungen, Zellkulturen, Temperaturführung. Es geht darum, die Haut über vier Wochen in einer Nährlösung wachsen zu lassen. Ein Team aus Professoren, Logistikern, Wissenschaftlern erörtert das Thema. Mit dabei das Team der Marke La Colline - keine Wissenschaftler, keine Ärzte, nur Menschen aus Marketing und Vertrieb. Und einer davon stellt eine scheinbar naive Frage: „Wenn ich 28 Tage im Bad bleibe, verändert sich doch meine Haut?“  Zuerst Gelächter. Und dann Erkenntnis. Die richtige Temperaturführung wurde zum Schlüssel. Mehrere Testreihen später weiß man: Zellen reagieren sensibel, jede Nuance zählt. „Das ist es, was wir meinen, wenn wir sagen: Wir bringen Ressourcen“, erklärt Pfersdorff. Es geht um interdisziplinäres Denken. Um Kreativität. Um das Zusammenbringen von Menschen, die sonst nie am selben Tisch säßen.

NativAge ist die ikonische Pflege von La Colline und speist die Vitalitätsquellen der Haut© La Colline


Natürlich stellt sich die Frage: Wie passt das alles zu einer luxuriösen Anti-Aging-Linie? Die Antwort liegt in der Philosophie. La Colline formuliert komplex, präzise und mit System. Das Herzstück der NativAge-Kollektion ist der Cell Life Extender Complex – ein hauseigener Wirkstoff, der jene Moleküle, die an der Hautalterung beteiligt sind, in natürliche, vitale Energie transformiert und so die jugendliche Zellfunktion unterstützt. Im Gespräch fühlt sich das weniger nach Marketing an als nach Überzeugung.

„Wir wollten nicht mehr sagen: Unser Produkt ist das beste. Wir machen einfach das Beste, was wir können.“ Die Formulierungen sind komplex, silikonfrei entwickelt, mit dem Anspruch von 95 % natürlichen Inhaltsstoffen und Verpackungen, die vollständig recycelbar sind – ein Ziel, das über Jahre erarbeitet wurde. Die Textur? Eigentlich ein Oxymoron: Leicht – und doch unglaublich komfortabel. Reichhaltig, ohne schwer zu sein. Schutz, ohne zu beschweren. Der „heilige Gral der Formulierung“, nennt es der CEO schmunzelnd. 

„Es war Zeit, nicht mehr zu lügen.“
Einer der intensivsten Momente des Gesprächs war das Bekenntnis von Ghislain Pfersdorff. „Ich wollte nicht mehr sagen: Mein Produkt ist das Beste und das Beste und das Beste. Es war Zeit, nicht mehr zu lügen.“ Diese Ehrlichkeit ist fast irritierend in einer Branche, die von Superlativen lebt. La Colline verspricht keine Wunder. Aber die Marke investiert real in Wissenschaft, die eines Tages Hauttransplantationen sicherer, schneller und effizienter machen könnte. Klinische Studien laufen. Die Produktion lebender Zellen erfordert spezialisierte Labore, enorme Dokumentation, höchste Sicherheitsstandards. Es ist langsam. Komplex. Und teuer. Aber es ist echt.

Business Leader – und Künstler
Pfersdorff ist nicht nur CEO von La Colline, sondern zugleich jemand, der sich sichtbar über Kunst ausdrückt. Wer auf seine künstlerische Arbeit stößt, merkt schnell: Hier geht es um Wahrnehmung, Rhythmus, Licht - und das passt verblüffend gut zu einer Marke, die Haut als Identität versteht. Diese Doppelrolle erklärt auch, warum La Colline trotz hochwissenschaftlicher Anmutung nie kalt wirkt. Die Marke argumentiert über Forschung, aber sie inszeniert Pflege als Ritual, als sinnliches Handwerk, als „Swiss Bliss“ im wahrsten Sinn: präzise, rein, beruhigend.

Commited to skin: die Hautpflegelinie NativAge© La Colline


Die Philosophie: „Committed to Skin“ – in beide Richtungen gedacht
Auf der einen Seite die große, fast medizinische Ernsthaftigkeit: Die Haut ist „das größte Organ“ und Träger unserer Identität – La Colline nennt genau das den Kern ihres Engagements. Auf der anderen Seite der Luxus, der die tägliche Realität verschönert: Formulierungspräzision, Schweizer Standards, Wasser als Ressource, zunehmend auch ein Fokus auf verantwortungsvollere Prozesse und Verpackung. Das Ergebnis: Eine Marke, die Hautpflege nicht nur als Anti-Aging-Kategorie denkt, sondern als Kulturtechnik – und als Finanzierungsmodell für Forschung. 

La Colline ist vor allem für Komplex-Technologien bekannt - nicht als Buzzwords, sondern als wiederkehrende „DNA“ in Linien und Ritualen.
1) CMAge® Complex – das Herzstück
La Colline bezeichnet den CMAge®-Komplex als zentralen Baustein vieler Formeln - entwickelt, um Zellstoffwechsel zu stimulieren und über Hydration, Oxygenierung und Schutz sichtbar gegen Zeichen der Hautalterung zu arbeiten. 
In der Praxis bedeutet das: Produkte fühlen sich oft „sofort glatter“ an, während sie langfristig auf Spannkraft und Vitalität einzahlen sollen. Der Ansatz: Sofort-Effekt + Systempflege.
2) NativAge – das ikonische Anti-Aging-Ritual
Als „Meisterstück“ der Marke baut NativAge ein komplettes Ritual für Gesicht und Augen auf - mit Serum, Creme, Öl bis zur intensiven Kur. Besonders markant ist der sogenannte Cell Life Extender, der freie Radikale in Wasser und Sauerstoff umwandeln soll – zwei „Vitalitätsquellen“ für die Haut. 
3) Active Cleansing – weil Wirksamkeit mit Vorbereitung beginnt
Auch im Reinigungsbereich zeigt sich der Anspruch: Tonics und Gels sind nicht „nur“ Cleanser, sondern als vorbereitende Schritte konzipiert, die Haut glätten und die nachfolgende Pflege effektiver machen sollen. 

Swiss Bliss 
La Colline erzählt Luxus über Konsequenz: Schweizer Präzision, spürbare Texturen, und dahinter eine soziale Bestimmung, die ungewöhnlich konkret ist: Forschung, die Hauttransplantationen voranbringen soll. Und hier wird der Satz zur Essenz: Die Mittel dienen dem Zweck. 

La Colline gibt es in den Marionnaud Parfümerien